Boden und Geologie
"Der Boden ist eines der kostbarsten Güter der Menschheit. Er ermöglicht es Pflanzen, Tieren und Menschen, auf der Erdoberfläche zu leben." (Europäische Bodencharta)
Der Boden ist eine unverzichtbare Lebensgrundlage für Natur und Gesellschaft, deren Entwicklung und nachhaltige Nutzbarkeit. Boden ist nicht vermehrbar und verfügt über eine nur begrenzte Belastbarkeit. Einmal geschädigter Boden erneuert und erholt sich wenn überhaupt nur sehr langsam. Bedrohliche Gefahren können sich aus einer schleichenden Anreicherung umweltgefährdender Stoffe im Boden ergeben.
Neben Wasser und Luft ist auch der Schutz des Bodens als weiteres Objekt des Umweltschutzes rechtlich festgelegt worden. Bei allen Einwirkungen auf den Boden ist der Vorsorge-Grundsatz des sparsamen und schonenden Umganges mit Grund und Boden zu beachten, um die natürlichen Bodenfunktionen in ausreichendem Maß zu erhalten. Schädliche Bodenveränderungen oder Altlasten sind zu sanieren. So kann gleichzeitig die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten für kommende Generationen bewahrt werden. Böden gehören lt. Charta des Europarates zu den besonders zu schützenden Gütern der Menschheit.
Wie können Böden geschützt werden?
Im Bundesbodenschutzgesetz wird geregelt, wie Böden geschützt werden sollen, um unsere natürlichen Lebensgrundlagen und Lebensräume für Tiere, Pflanzen und Bodenorganismen zu erhalten:
Die Untere Bodenschuzbehörde
Die Untere Bodenschutzbehörde überwacht den Zustand des Bodens im Stadtgebiet Hanau. Im Bereich der Vorsorge kümmern wir uns um den Schutz und Erhalt der Bodenfunktionen bei Baumaßnahmen und sonstigen Bodennutzungen, z.B. in der Landwirtschaft. Bei Bodenverunreinigungen durch Unfälle oder unsachgemäße Handhabung von boden- und wassergefährdenden Stoffen leiten wir Maßnahmen zu deren ordnungsgemäßer Beseitigung ein.
Neben Wasser und Luft ist auch der Schutz des Bodens als weiteres Objekt des Umweltschutzes rechtlich festgelegt worden. Bei allen Einwirkungen auf den Boden ist der Vorsorge-Grundsatz des sparsamen und schonenden Umganges mit Grund und Boden zu beachten, um die natürlichen Bodenfunktionen in ausreichendem Maß zu erhalten. Schädliche Bodenveränderungen oder Altlasten sind zu sanieren. So kann gleichzeitig die Vielfalt der Nutzungsmöglichkeiten für kommende Generationen bewahrt werden. Böden gehören lt. Charta des Europarates zu den besonders zu schützenden Gütern der Menschheit.
Wie können Böden geschützt werden?
Im Bundesbodenschutzgesetz wird geregelt, wie Böden geschützt werden sollen, um unsere natürlichen Lebensgrundlagen und Lebensräume für Tiere, Pflanzen und Bodenorganismen zu erhalten:
- Vorsorge gegen Schadstoffeinträge in Boden und Gewässer
- Sanierung von schadstoffbelasteten Böden und Altlasten
- Erhalt der Bodenqualität in der Landwirtschaft
- Sparsamen und schonenden Umgang mit Boden
Die Untere Bodenschuzbehörde
Die Untere Bodenschutzbehörde überwacht den Zustand des Bodens im Stadtgebiet Hanau. Im Bereich der Vorsorge kümmern wir uns um den Schutz und Erhalt der Bodenfunktionen bei Baumaßnahmen und sonstigen Bodennutzungen, z.B. in der Landwirtschaft. Bei Bodenverunreinigungen durch Unfälle oder unsachgemäße Handhabung von boden- und wassergefährdenden Stoffen leiten wir Maßnahmen zu deren ordnungsgemäßer Beseitigung ein.
Was ist eigentlich „Boden“?
Boden ist viel mehr als nur Erde unter unseren Füßen. Er ist die oberste, etwa 50 bis 200 cm dicke lebendige Schicht der Erdoberfläche, die aus Mineralien, Humus, Wasser, Luft und unzähligen Bodenorganismen besteht. In nur einer Handvoll Boden leben mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde – Bakterien, Pilze, Regenwürmer und viele andere Kleinstlebewesen sorgen dafür, dass Nährstoffe recycelt und organische Abfälle abgebaut werden. Sie helfen dabei, neue Böden entstehen zu lassen.
Warum ist Boden so wichtig?
Wie Wasser, Luft oder Licht ist auch Boden eine unersetzliche Lebensgrundlage – für Menschen, Tiere, Pflanzen und ganze Ökosysteme. Doch anders als andere Ressourcen ist Boden nicht erneuerbar: Was einmal zerstört ist, braucht oft Jahrtausende zur Wiederherstellung, oder bleibt dauerhaft verloren. In Deutschland werden täglich rund 54 Hektar Boden versiegelt, das sind über 70 Fußballfelder am Tag. Umso wichtiger ist ein bewusster Umgang mit dieser wertvollen Ressource.
Was Boden alles kann – seine Funktionen
Das Bundesbodenschutzgesetz unterscheidet zwischen natürlichen und Nutzungsfunktionen des Bodens:
Natürliche Funktionen:
Nutzungsfunktionen:
Schon gewusst?
Fazit
Boden ist lebendig, wertvoll und verletzlich. Darum setzt sich der Fachdienst Wasser- und Bodenschutz aktiv für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung unserer Böden in Hanau ein.
Boden ist viel mehr als nur Erde unter unseren Füßen. Er ist die oberste, etwa 50 bis 200 cm dicke lebendige Schicht der Erdoberfläche, die aus Mineralien, Humus, Wasser, Luft und unzähligen Bodenorganismen besteht. In nur einer Handvoll Boden leben mehr Lebewesen als Menschen auf der Erde – Bakterien, Pilze, Regenwürmer und viele andere Kleinstlebewesen sorgen dafür, dass Nährstoffe recycelt und organische Abfälle abgebaut werden. Sie helfen dabei, neue Böden entstehen zu lassen.
Warum ist Boden so wichtig?
Wie Wasser, Luft oder Licht ist auch Boden eine unersetzliche Lebensgrundlage – für Menschen, Tiere, Pflanzen und ganze Ökosysteme. Doch anders als andere Ressourcen ist Boden nicht erneuerbar: Was einmal zerstört ist, braucht oft Jahrtausende zur Wiederherstellung, oder bleibt dauerhaft verloren. In Deutschland werden täglich rund 54 Hektar Boden versiegelt, das sind über 70 Fußballfelder am Tag. Umso wichtiger ist ein bewusster Umgang mit dieser wertvollen Ressource.
Was Boden alles kann – seine Funktionen
Das Bundesbodenschutzgesetz unterscheidet zwischen natürlichen und Nutzungsfunktionen des Bodens:
Natürliche Funktionen:
- Lebensgrundlage und -raum für Menschen, Tiere, Pflanzen und Mikroorganismen
- Bestandteil des Naturhaushalts (z. B. Wasserkreislauf, Nährstoffkreislauf)
- Filter- und Pufferwirkung: Schützt das Grundwasser vor Schadstoffen
Nutzungsfunktionen:
- Rohstoffquelle (z. B. Lehm, Kies)
- Grundlage für Siedlungen, Infrastruktur, Landwirtschaft und Forstwirtschaft
- Erholungsraum für den Menschen
- Archiv der Natur- und Kulturgeschichte (z. B. durch Bodenschichten, Funde)
Schon gewusst?
- In einem Hektar Boden leben 3 bis 4 Tonnen Organismen – darunter je etwa 1 Tonne Bakterien, Pilze und Regenwürmer
- Unsere heutigen Böden in Mitteleuropa haben sich seit der letzten Eiszeit über einen Zeitraum von rund 10.000 Jahren entwickelt
- Einmal versiegelter Boden verliert dauerhaft viele seiner natürlichen Funktionen
Fazit
Boden ist lebendig, wertvoll und verletzlich. Darum setzt sich der Fachdienst Wasser- und Bodenschutz aktiv für den Erhalt und die nachhaltige Nutzung unserer Böden in Hanau ein.
Der Boden ist eine unserer wichtigsten Lebensgrundlagen – für sauberes Wasser, gesunde Pflanzen und stabile Ökosysteme. Damit das so bleibt, muss beim Einbringen von Erde oder Recyclingmaterial besonders sorgfältig vorgegangen werden.
Warum das wichtig ist:
Schädliche Stoffe können den Boden belasten, entweder plötzlich durch Unfälle oder langsam über längere Zeit hinweg. Einmal verunreinigter Boden regeneriert sich oft nur sehr langsam – in manchen Fällen gar nicht.
Damit der Boden geschützt bleibt, gilt:
Wenn Sie größere Mengen Bodenmaterial (mehr als 600 Kubikmeter) einbringen oder aufschütten wollen, müssen Sie dies vorher bei uns anzeigen. Die Maßnahme wird geprüft und kontrolliert, um schädliche Veränderungen zu vermeiden. Das Anzeigeformular finden Sie hier.
Unser Ziel ist es, die natürlichen Funktionen des Bodens zu erhalten, zum Beispiel die Filterwirkung, Wasserspeicherung oder die Lebensräume für Bodenorganismen. Deshalb begleiten wir alle größeren Erdbewegungen mit fachlicher Einschätzung und, wenn nötig, mit Auflagen.
Tipp: Melden Sie Ihre Maßnahme frühzeitig an, so lassen sich Verzögerungen vermeiden.
Warum das wichtig ist:
Schädliche Stoffe können den Boden belasten, entweder plötzlich durch Unfälle oder langsam über längere Zeit hinweg. Einmal verunreinigter Boden regeneriert sich oft nur sehr langsam – in manchen Fällen gar nicht.
Damit der Boden geschützt bleibt, gilt:
Wenn Sie größere Mengen Bodenmaterial (mehr als 600 Kubikmeter) einbringen oder aufschütten wollen, müssen Sie dies vorher bei uns anzeigen. Die Maßnahme wird geprüft und kontrolliert, um schädliche Veränderungen zu vermeiden. Das Anzeigeformular finden Sie hier.
Unser Ziel ist es, die natürlichen Funktionen des Bodens zu erhalten, zum Beispiel die Filterwirkung, Wasserspeicherung oder die Lebensräume für Bodenorganismen. Deshalb begleiten wir alle größeren Erdbewegungen mit fachlicher Einschätzung und, wenn nötig, mit Auflagen.
Tipp: Melden Sie Ihre Maßnahme frühzeitig an, so lassen sich Verzögerungen vermeiden.
Die Stadt Hanau liegt in der sogenannten Hanau-Seligenstädter Senke, einer geologischen Vertiefung im Hanauer Becken. Dieses Becken entstand bereits in der Tertiärzeit, also vor vielen Millionen Jahren. Im Laufe der Zeit wurde es durch Vulkanismus, Erosion und Flussablagerungen geformt. Spuren davon finden sich bis heute im Stadtgebiet.
Basalt und Lava aus dem Vogelsberg
Vor etwa 15 bis 16 Millionen Jahren flossen Lavaströme aus dem Vogelsberg in diese Senke und bildeten eine fast geschlossene Basaltdecke. In Steinheim und Wilhelmsbad ist dieser vulkanische Ursprung noch heute sichtbar – etwa im früheren Steinbruch Kaiser oder am Gailenberg, dem markantesten Basaltaufschluss in Hanau.
Sand, Kies und Lehm aus der Eiszeit
Spätere Eiszeiten und Flüsse wie der Main und die Kinzig lagerten über viele Jahrtausende Kies, Sand, Lehm und Flugsand ab. In Großauheim entstanden so sogar bis zu 6 Meter hohe Sanddünen. Auch Lösslehmböden, besonders fruchtbar, findet man in der Umgebung von Mittelbuchen, wo früher Tongruben für die Ziegelherstellung genutzt wurden.
Böden in Hanau – vielfältig und empfindlich
Die verschiedenen geologischen Schichten bilden die Grundlage für sehr unterschiedliche Bodentypen im Stadtgebiet:
Steinheim
Umgebung von Mittelbuchen
Bodenzerstörung durch Bebauung
In vielen besiedelten Bereichen Hanaus wurde der natürliche Boden durch Bauarbeiten oder Aufschüttungen verändert oder sogar vollständig zerstört. Dabei ist Boden ein extrem langsames System: Die meisten Böden in Hanau haben sich über mehr als 10.000 Jahre entwickelt – und lassen sich nicht einfach „erneuern“.
Basalt und Lava aus dem Vogelsberg
Vor etwa 15 bis 16 Millionen Jahren flossen Lavaströme aus dem Vogelsberg in diese Senke und bildeten eine fast geschlossene Basaltdecke. In Steinheim und Wilhelmsbad ist dieser vulkanische Ursprung noch heute sichtbar – etwa im früheren Steinbruch Kaiser oder am Gailenberg, dem markantesten Basaltaufschluss in Hanau.
Sand, Kies und Lehm aus der Eiszeit
Spätere Eiszeiten und Flüsse wie der Main und die Kinzig lagerten über viele Jahrtausende Kies, Sand, Lehm und Flugsand ab. In Großauheim entstanden so sogar bis zu 6 Meter hohe Sanddünen. Auch Lösslehmböden, besonders fruchtbar, findet man in der Umgebung von Mittelbuchen, wo früher Tongruben für die Ziegelherstellung genutzt wurden.
Böden in Hanau – vielfältig und empfindlich
Die verschiedenen geologischen Schichten bilden die Grundlage für sehr unterschiedliche Bodentypen im Stadtgebiet:
Steinheim
- Ausgangssubstrat: Basalt, Basaltzersatz
- Überwiegender Bodentyp: Braun-, Graulehme (Fersiallite) als fossile Bodenreste (überdeckt von Quartärsedimenten), Pseudogleye
- Ausgangssubstrat: Terrassensand (-kies), Hochflutlehm, Flugsand, Auenlehm
- Überwiegender Bodentyp: Braunerden, Gleye, Pseudogleye, Parabraunerden, Parabraunerde-Pseudogleye, Gleye, Braunerden, Auenböden, Gleye, Parabraunerden
Umgebung von Mittelbuchen
- Ausgangssubstrat: Löss
- Überwiegender Bodentyp: Pararendzinen, Kolluvisole, (Tschernosem-Parabraunerden)
Bodenzerstörung durch Bebauung
In vielen besiedelten Bereichen Hanaus wurde der natürliche Boden durch Bauarbeiten oder Aufschüttungen verändert oder sogar vollständig zerstört. Dabei ist Boden ein extrem langsames System: Die meisten Böden in Hanau haben sich über mehr als 10.000 Jahre entwickelt – und lassen sich nicht einfach „erneuern“.
Folgende Gesetze und Verordnungen sind für die Bearbeitung von Themen rund um den Boden wichtig:
Bundes-Bodenschutzgesetz
Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung
Hessisches Altlasten- und Bodenschutzgesetz
Zuständigkeitsverordnung Bodenschutz Hessen
Baugesetzbuch
Hessische Bauordnung
Bundes-Bodenschutzgesetz
Bundes-Bodenschutz- und Altlastenverordnung
Hessisches Altlasten- und Bodenschutzgesetz
Zuständigkeitsverordnung Bodenschutz Hessen
Baugesetzbuch
Hessische Bauordnung